Tolle Malaktivitäten für Kinder und Eltern – gemeinsam künstlerisch aktiv
Malen hat eine magische Wirkung auf Kinder. Sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen – und die entstehenden Kunstwerke werden zu einer weiteren Inspirationsquelle. Als Eltern können wir unsere Kids auch wunderbar bei der Malerei unterstützen. Wie Malaktivitäten für Kinder und Eltern gelingen, erklären wir hier genauer.
Ein verregneter Nachmittag, ein freier Sonntag oder einfach Lust auf gemeinsame Zeit: Zum Malen braucht es keinen besonderen Anlass.
Schon ein paar Farben und ein Stapel Papier reichen aus, um den Küchentisch in eine kleine Malwerkstatt zu verwandeln. Dabei müssen weder Kinder noch Erwachsene besonders gut zeichnen können.
Die besten Malaktivitäten für Kinder und Eltern lassen Raum zum Ausprobieren und passen zum Alter sowie zu den Interessen der Kinder.
Manche Familien mögen klare Vorlagen, andere lieben bunte Experimente. Mit den folgenden sechs Ideen wird das gemeinsame Malen abwechslungsreich und unkompliziert.
Malen nach Zahlen: Gemeinsam Schritt für Schritt zum Kunstwerk
Beim Malen nach Zahlen sind die einzelnen Bildflächen mit Zahlen versehen. Jede Zahl gehört zu einer bestimmten Farbe. So entsteht nach und nach ein Motiv, ohne dass jemand selbst etwas vorzeichnen muss.
Für jüngere Kinder eignen sich einfache Vorlagen mit großen Flächen und wenigen Farben. Eltern können beim Zuordnen helfen, wenn ihr Kind die Zahlen noch nicht kennt. Ältere Kinder dürfen sich an detailreichere Bilder wagen.
Besonders schön ist ein gemeinsames Projekt: Mit der Variante Malen nach Zahlen personalisiert könnt ihr ein eigenes Familienfoto als Vorlage wählen und gemeinsam eine persönliche Erinnerung gestalten. Wählt dafür möglichst ein Motiv mit größeren, übersichtlichen Farbflächen.
Das Kind übernimmt einfache Bereiche, während ein Elternteil feinere Details ausmalt. Achtet darauf, dass alle Aufgaben zur jeweiligen Geduld und Geschicklichkeit passen. Lässt die Konzentration nach, legt ihr das Bild einfach bis zum nächsten Nachmittag beiseite.
Nicht jedes Kind möchte sofort einen Pinsel benutzen. Bei der Fingermalerei dürfen Hände und Fingerspitzen die Hauptrolle übernehmen. Mit altersgerechten, auswaschbaren Fingerfarben entstehen Punkte, Spuren und Handabdrücke, die sich anschließend in Tiere oder Blumen verwandeln lassen.
Deckt den Tisch vorher ab und legt ein feuchtes Tuch bereit. Ein großes Blatt festes Papier bietet genügend Platz. Beginnt mit zwei oder drei Farben, damit die Auswahl übersichtlich bleibt.
Macht selbst mit: Aus eurem Handabdruck wird vielleicht ein großer Baum, während die Fingerabdrücke des Kindes die Blätter bilden. Spannend ist auch das Mischen. Was passiert, wenn Gelb auf Blau trifft? Lasst euer Kind die Antwort selbst entdecken und begleitet kleine Kinder während der gesamten Aktivität.
Steine bemalen: Kleine Kunstwerke aus der Natur
Diese Idee beginnt schon vor dem eigentlichen Malen. Sucht bei einem Spaziergang dort, wo das Sammeln erlaubt ist, nach einigen glatten Steinen. Zu Hause werden sie gewaschen und gründlich getrocknet.
Betrachtet gemeinsam die Formen: Sieht ein Stein aus wie eine Erdbeere, ein Fisch oder ein schlafender Igel? Oft liefert seine Oberfläche bereits die passende Idee. Verwendet Farben, die für das Material und das Alter der Kinder geeignet sind.
Eltern können auf Wunsch Umrisse vorzeichnen, während die Kinder Flächen und Muster gestalten. Die fertigen Steine lassen sich als Tischdekoration oder persönliche Geschenke verwenden. Besonders hübsch wird eine kleine Steinfamilie, bei der jede Figur ein anderes Gesicht bekommt. Lasst alle Kunstwerke gut trocknen, bevor ihr sie aufstellt.
Gemeinsam ein großes Familienbild malen
Ein großes Stück Papier auf dem Tisch oder Boden lädt dazu ein, gemeinsam eine ganze Welt zu erfinden. Dafür könnt ihr mehrere Bögen aneinanderkleben oder die Rückseite einer Papierrolle nutzen.
Einigt euch zunächst auf ein Thema, etwa einen Tierpark, eine Unterwasserwelt oder eure Traumstadt. Danach sucht sich jeder einen Bereich aus. Vielleicht malt ein Kind fliegende Fische, während die Eltern ein Schloss zwischen Wasserpflanzen ergänzen.
Sprecht miteinander, bevor ihr in die Bilder der anderen hineinmalt. So bleibt genug Platz für persönliche Ideen. Auch UNICEF beschreibt, wie Kinder beim freien Zeichnen ihre Ideen ausdrücken, und empfiehlt, sie anschließend von ihren Bildern erzählen zu lassen. Eine kleine Präsentation passt deshalb wunderbar zum Abschluss.
Mit Alltagsgegenständen stempeln und malen
Eine Papprolle, ein sauberer Schwamm oder ein Korken können interessante Abdrücke hinterlassen. Gebt etwas geeignete Farbe auf einen flachen Teller und probiert gemeinsam aus, welche Muster entstehen.
Mit der Öffnung einer Papprolle lassen sich Kreise stempeln. Ein Schwamm wird zur Wolke, mit einem Korken entstehen Blütenmitten. Verwendet bei kleinen Kindern größere Gegenstände und behaltet verschluckbare Teile außerhalb ihrer Reichweite.
Aus den ersten Versuchen kann ein richtiges Suchspiel werden: Wer findet einen Gegenstand, der schmale Streifen hinterlässt? Gestaltet anschließend Geschenkpapier oder Grußkarten aus euren Lieblingsmustern.
Malaktivitäten für Kinder und Eltern: Malen zu Geschichten
Lest eine kurze Geschichte vor oder erfindet gemeinsam ein Abenteuer. Danach malt jedes Familienmitglied eine Lieblingsszene. Wie sieht der freundliche Drache aus? Welche Farbe hat sein geheimnisvolles Baumhaus?
Vergleicht anschließend eure Bilder, ohne sie zu bewerten. Gerade die Unterschiede machen Spaß: Während jemand eine winzige Hütte zeichnet, stellt sich ein anderer einen riesigen Palast vor.
Wer möchte, ergänzt einen Satz zu seinem Bild. Zusammen ergeben die Blätter ein kleines Familienbuch, das ihr immer wieder anschauen und um neue Abenteuer erweitern könnt.
Malen ist eine wirklich schöne Aktivität für Eltern mit Kindern. Als Eltern benötigen wir dafür weder Ausbildung noch besondere Fähigkeiten. Wer bisher noch nicht viel gemalt hat, kann das ganz einfach zusammen mit den Kindern lernen.
Wir wünschen euch ganz viel Freude bei euren Malaktivitäten!